Opfer der Klimakrise benötigen legale Möglichkeiten der Migration

- 23.11.2023 - 

Vier große Kirchen in Baden-Württemberg appellieren vor Eröffnung der Weltklimakonferenz

Karlsruhe/Freiburg/Stuttgart/Rottenburg, (23.11.2023). Vor der Eröffnung der 28. Weltklimakonferenz in Dubai haben die Bischöfin und die Bischöfe der vier großen Kirchen in Baden-Württemberg die Schaffung legaler Migrationswege für Betroffene der Klimakrise gefordert. Die Konferenz bietet eine große Chance, Lösungsansätze für klimabedingte Vertreibung zu finden, wie die vier großen Kirchen am Donnerstag (23. November) mitteilten. Die Lösungen müssen demnach den Schutz der Grund- und Menschenrechte garantieren und die Bedürfnisse der Betroffenen ins Zentrum stellen, insbesondere der Menschen im durch den Klimawandel besonders bedrohten Globalen Süden. 

Logo der 4 Baden-Württembergischen Kirchen

Quelle: ekiba / elk-wue / DRS / Erzbistum Freiburg - eingebettet von www.ekiba.de

Bischof Dr. Gebhard Fürst (Diözese Rottenburg-Stuttgart), erklärte: „Ein Klimapass gäbe den Menschen die Chance, nicht fliehen zu müssen, wenn es zu spät ist, sondern in Würde ein neues Leben zu planen und zu beginnen, in ihrem Heimatland oder auch in einem anderen Aufnahmeland. Der Klimapass ist eines der drei Instrumente, die der Sachverständigenrat Migration der Bundesregierung in seinem Jahresgutachten 2023 gefordert hat, um klimabedingte Migration nach Deutschland zu steuern.“

Aus ihren weltweiten ökumenischen Partnerkirchen höre sie, welche Konsequenzen der Klimawandel in humanitärer und ökologischer Hinsicht nach sich ziehe, stellte die badische Landesbischöfin Prof. Dr. Heike Springhart fest: „Der Klimawandel bedroht das Leben der Menschen in unterschiedlichem Ausmaß. Als Kirchen ist unsere Aufmerksamkeit auf die Menschen gerichtet, deren Leben durch den Klimawandel in besonderer Weise bedroht ist. Die Botschaft Jesu nährt einen Überschuss an Hoffnung. Sie nährt auch unsere Entschiedenheit, uns dafür einzusetzen, dass die Lasten und Folgen des von Menschen verursachten Klimawandels gerecht verteilt werden.“
 
 
  

Alexandra Weber

Stellvertretende Pressesprecherin